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Die FDP in Hamminkeln





Staat vor privat?
vom 14.12.2010

Den Verkauf der Steag an eine Gruppe von Stadtwerken nahm der FDP-Vorsitzende in Hamminkeln, Steffen Langenberg, zum Anlass, sich zur Sinnhaftigkeit solcher unternehmerischer Betätigung der öffentlichen Hand zu äußern.
„Zum Glück hat die linke Landesregierung nur für den Bereich der Energieversorgung beschlossen, dass Kommunen dort tätig sein dürfen“, meinte Langenberg.
Gerade bei der Energieversorgung sei die Privatwirtschaft sehr monopolartig aufgestellt, was mit liberalen Marktgrundsätzen nicht vereinbar sei. Vor diesem Hintergrund könnten auch Liberale mit einer Tätigkeit der Kommunen bei der Energieversorgung leben. Allerdings bestünde immer die Gefahr der „Großmannssucht“. So seien nach Meinung von Langenberg zum Teil sehr große Investitionssummen notwendig, die sich eigentlich keine Kommune leisten könne. Aber genau das sei beim Kauf der Steag passiert. „Als warnendes Beispiel muss ich immer an die Abfallentsorgungsgesellschaft im Ruhrgebiet AGR denken mit ihren weltweiten erfolglosen Aktivitäten“, mahnte Langenberg. Soweit dürfe es nirgends wieder kommen. Doch gerade mit der Steag, aber auch bei anderen Energiebeteiligungen wie Windkraftparks, würden die Kommunen zu große Risiken eingehen.
Außerdem zeige das Beispiel AGR sehr deutlich, dass Kommunen von ihrer Mentalität her und mit ihren notwendigen Entscheidungsabläufen für unternehmerisches Handeln völlig ungeeignet seien. „Die Kommunen wollen als Energielieferanten auftreten, weil sie ihre maroden Haushalte mit erhofften Gewinnen aufbessern möchten und deshalb sicher nicht eventuelle Preisvorteile an ihre Kunden voll weitergeben werden“, vermutete Langenberg. Für ihn blieb als Fazit, dass jeder dass machen solle, was seine eigentliche Aufgabe sei.

Nur ans Sparen denkt niemand
vom 13.12.2010

„Typisch!“, meinte Steffen Langenberg, der FDP-Vorsitzende in Hamminkeln. Die Haushaltslöcher würden immer größer, die Kämmerer griffen zu den letzten Tricks wie Gebührenerhöhungen auf der Grundlage von Abschreibungen für Wiederbeschaffungswerte, was nach Handelsrecht und im NKF nicht erlaubt und nur bei Gebühren zulässig sei, und dann würde auch noch das Abitur in Hamminkeln gefordert. Nur ans Sparen denke mal wieder niemand.
„Vor dem Hintergrund der momentanen Haushaltslage halte ich das Abitur mit der dafür notwendigen Schule in Hamminkeln für unverantwortlich“, meinte Langenberg. Dabei sei aus seiner Sicht die Schulform ziemlich egal, es würde immer sehr viel Geld kosten. Denn die Stadt müsse für Gebäude und Lehrmittel sorgen. Und die seien für eine Oberstufe besonders teuer. Langenberg glaube nicht, dass es ausreiche, eine Hauptschule zu schließen und eine gymnasiale Oberstufe zu installieren.
Hamminkeln sei mit der jetzigen Lösung, Oberstufen in den Nachbarstädten zu nutzen, nicht schlecht gefahren. Eine große Attraktivitätssteigerung für Hamminkeln durch eine alleinstehende Oberstufe oder zusammen mit einer Gemeinschaftsschule sehe Langenberg nicht. Dies könne nur, wenn überhaupt, ein vollständiges Gymnasium leisten.
„Wenn Hamminkeln wieder nachhaltig in Geld schwimmt, kann über ein Abitur bei uns nachgedacht werden“, so Langenberg.



Eigenbetriebe hü oder hott?

vom 6.12.2010

Mit Verwunderung verfolge die FDP in Hamminkeln die Bemühungen in Wesel, einen Eigenbetrieb wieder in die Verwaltung zu integrieren, stellte der FDP-Vorsitzende in Hamminkeln, Steffen Langenberg, fest. In Hamminkeln habe man, von den Gutachtern eines Unternehmensberaters ermutigt, gerade versucht, eine „eigenbetriebsähnliche Einrichtung“ aus der Verwaltung auszugliedern, weil es angeblich große wirtschaftliche Vorteile gebe. „Auf das richtige Funktionieren dieses Betriebes und die wirtschaftlichen Vorteile warten wir allerdings noch“, stellt Langenberg fest. In Wesel gehe man mit den gleichen Argumenten, aber von einem anderen Unternehmensberater unterstützt, den entgegengesetzten Weg. „Ob die Gutachter wohl immer das empfehlen, was nicht vorhanden ist, um sich dann auch gleich für die Umsetzung zu empfehlen?“, grübelte Langenberg und fragte sich, was solche Gutachten dann wohl wert wären. Weder die eine noch die andere Organisationsform stünde einer Stärkung des Mittelstandes und einer aus Sicht der Liberalen sinnvollen Privatisierung von bestimmten Aufgaben entgegen. „Wie eine sinnvolle Privatisierung mit erheblichen Kosteneinsparungen aussieht, können sich die Kommunen beim Kreis am Beispiel NIAG ansehen“, so Langenberg. Hierfür brauche es nur den politischen Willen, insbesondere zum Sparen. Aber den gebe es wohl kaum.

FDP Hamminkeln verlangt Sparmaßnahmen
vom 7.12.2010

„Als Vorsitzender der FDP in Hamminkeln halte ich eine Erhöhung der Kreisumlage zwar für unerfreulich aber für notwendig“, kommentierte der liberale Ortsvorsitzende Steffen Langenberg die jetzt vorgelegten Eckdaten für den Kreishaushalt 2011 / 2012. Der Kreis übernehme viele Aufgaben, die sonst die Städte und Gemeinden im Kreis Wesel selbst zu erbringen hätten. Allerdings müssten die Kreispolitiker stärker prüfen, ob die kreisangehörigen Kommunen die jeweiligen Dienstleistungen auch wollten. Er lehne einen weiteren Griff in die Ausgleichsrücklage ab. „Ein handlungsunfähiger Kreis nützt niemanden“, so Langenberg. Allerdings müsse der Kreis mehr Sparwillen zeigen.
Auf Druck der Kommunen hätten die Liberalen im Kreistag vor einem Jahr eine Erhöhung der Umlage abgelehnt und der Entnahme aus der Ausgleichsrücklage zum Haushaltsausgleich zugestimmt. Bedingungen seien erkennbare tief greifende Sparmaßnahmen der Städte und Gemeinden sowie eine Konsolidierung des Kreishaushaltes gewesen.
Die Bemühungen in der Kreisverwaltung würden zu Einsparungen von ca. einem Prozent führen, notwendig seien aber rund fünf Prozent. Dies sei aber nicht in Sicht. „Ich erwarte, dass bis zum Sommer entsprechende Sparvorschläge von der Verwaltung gemacht und ihre Auswirkungen dargestellt werden, damit die Politik dann bis zum Herbst darüber entscheidet“, fordert Langenberg.
Außerdem erwarte Langenberg endlich Sparbemühungen der Städte und Gemeinden. „Als Ortsvorsitzender der FDP in Hamminkeln sehe ich mit großer Besorgnis, dass die kreisangehörigen Kommunen bei Einsparungen weitgehend untätig sind“, meinte Langenberg.
Damit seien die Forderungen der FDP bei der Haushaltsverabschiedung vor einem Jahr nicht erfüllt, der Rückgriff auf die Ausgleichsrücklage sinnlos verpufft. Das in dieser Situation ein Doppelhaushalt des Kreises gleich für 2011 und 2012 sinnvoll sein solle, erschließe sich Langenberg nicht.










 


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